Frische Feigen – eine Frucht mit Geschichte

Frische Feigen – eine Frucht mit Geschichte

Frische Feigen – eine Frucht mit Geschichte

Feigen - mediterane Leckerbissen zum Anfassen

Die älteste Frucht der Welt wird zum neuen Star auf deutschen Esstischen. Doch was genau steckt in den mediteranen Kraftpaketen und wie werden sie verarbeitet?

Woher kommen Feigen eigentlich?

Wo genau die wilde Form der echten Feige ihren Ursprung hat, ist nicht bekannt. Vermutungen zufolge stammt sie aus dem Orient. Was jedoch feststeht ist, dass die tropfenförmigen Scheinfrüchte, denn die eigentlichen Früchte sind streng genommen die kleinen Kerne im Inneren, schon langer vor unserer Zeit in der Antike als Grundnahrungsmittel galten. Heute werden Feigen vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut. Dabei gelten Spanien, Portugal, Griechenland, die Türkei, Algerien und Italien als Hauptanbaugebiete. Aber auch aus Californien, Brasilien, Südafrika oder Australien werden Feigen mittlerweile importiert.

Botanik und Saison

Botanisch gesehen, gehören Feigenbäume zur in den Tropen und Subtropen angesiedelten Gattung der Maulbeergewächse. Wild wachsende Bäume können daher durchaus ein Alter von 50 – 90 Jahren und eine Wuchshöhe von bis zu 10 Meter erreichen. In Plantagen angebaute Feigenbäume ähneln dagegen eher Büschen. Ihre Wuchshöhe wird auf 3-4 Meter begerenzt. Abgesehen von den im subtropischen Raum beheimateten Bäumen sind Feigenbäume laubabwerfend. Ihr Holz ist weich und aschgrau.

Im Unterschied zu vielen anderen Obstgewächsen können Feigen bis zu dreimal pro Jahr geerntet werden. Dabei gelten die eigentlichen Früchte, die kleinen gelben Kerne im inneren der Feige als besonders gesund und balaststoffreich. Das Fruchtfleisch an sich ist im Prinzip nicht anderes als die nach innen gekehrte Blüte des Feigenbaumes.

Schaut man sich die Art der Befruchtung an, so gilt die echte Feige als Fremdbefruchter. Es gibt “männliche” und “weibliche” Bäume. Wobei die männlichen Bäume im Gegensatz zu den weiblichen Bäumen männliche und weibliche Blütenstände haben. Ihre Früchte sind ungenießbar. Lediglich die Früchte der rein weiblichen Feigenbäume sind essbar. Für den Hausgarten exitieren nach vielen Jahren der Züchtung aber auch selbstfruchtende Sorten.

Die Saison der aus dem Mittelmeerraum importierten violetten Früchte reicht von Juli bis November. Darüber hinaus stammen sie aus Californien, Brasilien oder Australien.

 

Frische Feigen - eine kleine Warenkunde

Geschmack und Verwendung

Verwendet werden Feigen grundsätzlich auf zweierlei Arten – getrocknet oder frisch. Frische Feigen schmecken leicht süßlich fruchtig und eignen sich aufgrund ihrer Konsistenz perfekt als Hightlight für Salate, als Zusatz für Müslis, Pastagerichte oder spätsommerliche Tartes. Auch im Kuchen oder einfach zum reinen Genießen machen frische Feigen eine mehr als gute Figur. Dafür sollten sie lediglich gut gewaschen werden. Die Schale ist ohne Bedenken für den Verzehr geeignet.

Einzig und allein bei der Lagerung von frischen Feigen sollten einige Grundsätze beachtet werden:

  • Kein Druck für die sensiblen Früchte
  • Kühle Temperaturen, dann halten sie länger
  • Keine zu langen Lagerzeiten

Getrocknete Feigen sind dagegen wesentlich süßer im Geschmack und unempfindlicher gegenüber Äußerlichkeiten. Natürlich gibt es auch für sie zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Im Müsli, Proteinriegel oder als Zuckerersatz im Energiebällchen. Abgepackt sind getrocknete Feigen monatelang haltbar.

Inhaltsstoffe und Gesundfaktor von Feigen

Wie bei vielen anderen Früchten auch, steckt das wahre Geheimnis der purpurnen Leckerbissen im wahrsten Sinne des Wortes im Innersten. Denn sie sind gesünder als vielfach vermutet.

  • Feigen gelten als das basischste Lebensmittel überhaupt und helfen somit säurebildende Lebensmittel wie Milch- oder Milchprodukte, Wurst, Fleisch, Kaffee oder auch Produkte auf Sojabasis zu neutralisieren.
  • Die Ballastoffe in den Kernen und vorallem auch in der Schale fördern unsere Verdauung und helfen dabei unseren Darm anzuschubsen.
  • Frische Feigen liefern uns gut 5,5% der empfohlenen Tagesdosis an allen wichtigen B-Vitaminen. Ein Fakt der besonders für Vegetarier oder Veganer sehr interessant sein dürfte.
  • Durch einen relativ hohen Eisengehalt unterstützen Feigen unsere Blutbildung.
  • Auch für unsere Knochen und unsere Nerven sind frische Feigen wahre Wunderwerke. Enthalten sie doch zusätzlich zu den Vitaminen der B-Gruppe wichtiges Vitamin K, dass dem Abbau dieser vorbeugt und vor Osteoporose schützt.
Frische Feigen - eine kleine Warenkunde

Nährwerte

  • Energie: 63 kcal / 263 kJ (pro 100g)
  • Eiweiß: 1,3 g (pro 100g)
  • Kohlenhydrate: 12,9 g (pro 100g)
  • Ballaststoffe: 2 g  (pro 100g)
  • Vitamin C: 5 mg (pro 100g) 
  • Kalium: 248 mg (pro 100g)
  • Eisen: 0,6 mg (pro 100g)

5 Dinge über Feigen und Feigenbäume, die ihr garantiert noch nicht wusstet

  1. Die echte Feige (lat. Ficus carica) und der weit bekannte Ficus benjamini oder auch Birkenfeige genannt, gehören beide zur Familie der Maulbeergewächse.
  2. Feigen zählen zu den ältesten Heilfrüchten überhaupt. Bereits im Jahr 1500 v.Chr. wurden Feigen im alten Ägypten als Heilmittel gegen allerlei Gebrechen eingesetzt. Generell wird die echte Feige schon seit über 5000 Jahren als Kulturpflanze angebaut.
  3. Die Feige ist die erste namentlich erwähnte Pflanze in der Bibel und die einzige namentlich erwähnte des Garten Edens.
  4. In Indien gilt der Feigenbaum als einer der Schönsten und höchsten Bäume und wird daher von vielen Menschen als heilig verehrt.
  5. Auch für die alten Römer hatte der Feigenbaum eine ganz besondere Bedeutung. Unter einem dieser Bäume, sollen der Legende nach die beiden Zwillinge Romulus und Remus angeschwemmt und von einer Wölfin gesäugt worden sein.
Frische Feigen - eine kleine Warenkunde

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