Für die leckersten Gerichte braucht es oft nicht viel. Ein luftiger Hefeteig, Rosinen und fruchtige Konfitüre - mit diesem einfachen Rezept für traditionelle Münsterländer Struwen begeistert ihr garantiert jeden Osterfan.


Ein locker luftiger Hefeteig, süße Rosinen, buttriges Aroma und eine Farbe, die den meisten schon beim Hinsehen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt – Münsterländer Struwen der Karfreitagsklassiker aus dem Münsterland ist absolut zu Recht beliebt bei groß und klein. Doch woher stammen die Hefepfannkuchen und wie kamen sie zu ihrem außergewöhnlichen Namen?
Struwen – der Karfreitagsklassiker
Wie in den meisten Regionen Deutschlands stehen auch im Münsterland bestimmte Feiertage des Kirchenjahres mit traditionellen Gerichten in Verbindung, die fest in der Geschichte verankert sind. So auch die seit jeher am Karfreitag, einem der höchsten christlichen Feiertage, gereichten Struwen. Kleine Hefepfannkuchen, die in Kombination mit Rosinen und Konfitüren oder Zimt und Zucker nach wie vor einen fester Bestandteil des Osterfestes sind.
Ihren Ursprung haben die Pfannkuchen, so vermutet man, bereits im 11. Jahrhundert, als der Bischof von Münster nach einer Auseinandersetzung festlegte, dass den Klosterfrauen des Klosters Freckenhorst an bestimmten kirchlichen Feiertagen abends eine Speise serviert wurde, die im Volk allgemein unter dem Namen „Struva“ bekannt war. Das Wort „Struva“ selbst stammt dabei aus dem altsächsischen und bedeutet soviel wie „Gekräuseltes“.
Tipps für den perfekten Hefeteig für deine Münsterländer Struwen
Ein locker-luftiger Hefeteig ist das Geheimnis hinter vielen beliebten Rezepten wie den Münsterländer Struwen. Doch wie gelingt er am besten? Ob man frische oder Trockenhefe verwendet, ist nahezu Geschmackssache, denn die Qualitätsunterschiede sind minimal. Als Faustregel gilt: ein Würfel frischer Hefe entspricht zwei Tüten Trockenhefe auf ein Kilogramm Mehl.
Wichtig ist, dass alle Zutaten – besonders die Flüssigkeit, ob Wasser oder Milch – Zimmertemperatur oder leicht lauwarme Temperatur haben, da zu heiße Flüssigkeiten die Hefe deaktivieren könnten und der Teig somit nicht aufgeht. Für die optimale Konsistenz sollte der Teig gründlich geknetet werden, sodass sich Glutenstränge bilden und kleine Gasbläschen einschließen können, die den Teig erst richtig luftig und elastisch machen. Zwar erledigen Küchenmaschinen diese Arbeit zuverlässig, dennoch empfiehlt es sich, am Ende nochmals per Hand die Konsistenz des Teiges zu überprüfen.

Einfache Münsterländer Struwen mit Konfitüre
Für die leckersten Gerichte braucht es oft nicht viel. Ein luftiger Hefeteig, Rosinen und fruchtige Konfitüre - mit diesem einfachen Rezept für traditionelle Münsterländer Struwen begeistert ihr garantiert jeden Osterfan.
Utensilien Struwen
Zutaten für deine Struwen
Zubereitung Struwen
Die Hefe in 200 ml lauwarmer Milch zusammen mit 1 TL Zucker auflösen.
Für den Vorteig das Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die Hefemilch hinzufügen und für 15 Min mit einem Geschirrtuch abgedeckt stehen lassen.
Nach 15 Minuten 1 Ei, 1 Prise Salz, und 5 EL Zucker zum Teig geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem homogenen Teig kneten.
100 g Rosinen hinzufügen und für 1h mit einem Geschirrtuch abgedeckt gehen lassen.
Das Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Teig portionsweise darin ausbacken. Die fertig gebackenen Struwen aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
Anschließend mit der Konfitüre und Puderzucker servieren.
Häufig gestellte Fragen
Struwen sind ein traditionelles Gericht im Münsterland, das seit Jahrhunderten besonders am Karfreitag gegessen wird. Der Brauch hat einen religiösen und kulturellen Hintergrund: Karfreitag gilt als strenger Fastentag, an dem kein Fleisch gegessen wird. Die Struwen, als einfache, sättigende Hefepfannkuchen mit Rosinen, entsprachen diesen Fastenvorschriften und boten dennoch eine wohlschmeckende, nahrhafte Mahlzeit. Außerdem stammt der Ursprung vermutlich aus einer klösterlichen Tradition im 11. Jahrhundert, bei der Klosterfrauen an bestimmten kirchlichen Feiertagen eine einfache, aber festliche Speise serviert bekamen. Bis heute hält sich der Brauch, und die Struwen sind ein fester Bestandteil der münsterländischen Esskultur am Karfreitag geblieben.
Ja, Struwen lassen sich problemlos auch ohne Rosinen zubereiten. Ursprünglich sorgen Rosinen für eine angenehm süße Note, aber sie können nach Geschmack weggelassen oder durch andere Zutaten wie kleine Apfelstückchen, Cranberries oder sogar Schokotropfen ersetzt werden. Auch ganz pur – ohne jede Ergänzung – schmecken die Struwen wunderbar und lassen sich dann besonders gut mit fruchtiger Konfitüre, Zimt-Zucker oder Apfelmus servieren.
Traditionell werden Struwen im Münsterland warm serviert – meist ganz schlicht, aber unglaublich lecker: Mit Puderzucker bestäubt und fruchtiger Konfitüre an der Seite gehören sie zum klassischen Karfreitagsfrühstück oder Mittagessen. Ebenfalls beliebt sind Beilagen wie Apfelmus, Zimt und Zucker oder ein Klecks süße Sahne. Ganz nach dem Motto: einfach, bodenständig und ein kleines bisschen festlich – genau so, wie es zum Karfreitag im Münsterland passt.
Bewertung
Bewerte dieses Rezept
Super Lecker
Reply


